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Junge Leute fit in Erster Hilfe

    Schweriner Schulsanitäter-Wettbewerb am 20. Juni in der Marienplatz-Galerie

    Die Schulsanitäter zeigen am 20. Juni unter anderem, wie eine Herzdruckmassage funktioniert. Foto: Journal eins

    Für die Schulsanitäter ist es der Höhepunkt des Jahres: der Wettkampf, der einmal im Jahr im Fridericianum und in der Marienplatz-Galerie ausgetragen wird. Am 20. Juni ist es wieder soweit und die Schüler der 6. bis 12. Klassen zeigen vor aller Augen ihr Können.

    Genau das ist Jens Leupold, Kreisgeschäftsführer des DRK, wichtig. „Die Menschen sollen sehen, was die Kinder und Jugendlichen leisten“, sagt er. Denn die Schulsanitäter verstehen deutlich mehr von Erster Hilfe als die meisten Erwachsenen, die mit dem Thema das letzte Mal beim Erwerb des Führerscheins zu tun hatten.

    Sieben Stationen wird es in der Marienplatz-Galerie geben. Dazu gehören auch solche, an denen geschminkte Verletzten-Darsteller realitätsnahe Unfallsituationen simulieren. „Es kommt darauf an, dass die Schüler in solchen Notfällen richtig reagieren“, sagt Leupold. Von welcher Art ist die Verletzung, was muss ich jetzt tun, was darf ich auf keinen Fall machen? Gibt es im Umfeld des Unfalls geschockte Personen, um die sich jemand kümmern muss? Profis schauen dabei zu, wie die Jugendlichen diese Aufgaben meistern und natürlich ist das Lampenfieber bei den jungen Leuten jedes Mal groß. 14 Mannschaften gehen in diesem Jahr in den Wettbewerb. Zu den Schweriner Schulsanitätern kommen Gäste aus Bad Doberan und Ludwigslust. Seit rund 20 Jahren gibt es in Schwerin den Wettbewerb für die jungen Ersthelfer und die Marienplatz-Galerie ist schon lange Partner.

    Beim Wettbewerb geht es aber nicht nur um Punkte, sondern um Gemeinsamkeit. Deshalb gehört zum Wettkampfwochenende auch die Übernachtung im Fridericianum nebst Besuch im Freibad – als Dankeschön für die während des zurückliegenden Schuljahrs geleistete Arbeit. Inzwischen, sagt Jens Leupold, wissen auch die Schweriner Rettungskräfte, in welchen Schulen es gut ausgebildete „Sanis“ gibt, auf die sie sich in der Zeitspanne verlassen können, die der Rettungswagen im Notfall bis zur Schule braucht. „Die Kinder und Jugendlichen inves­tieren als Schulsanitäter eine Menge Freizeit“, lobt Leupold. „Und sie übernehmen eine große Verantwortung.“