Ziel: Schwerin soll ein Netz aus öffentlich zugänglichen Defibrillatoren bekommen

Rettung, Reanimation und Erste Hilfe standen im Mittelpunkt des 1. Schweriner Blaulichttags in der Marienplatz-Galerie. Organisiert vom neu gegründeten Verein NOFiAS ging es in erster Linie um Wiederbelebung und Erstversorgung – genau hier setzt der Verein seinen Fokus. „Im vergangenen Jahr gab es in Schwerin noch keinen öffentlich zugänglichen AED, jetzt sind es bereits zwei“, freut sich der Vereinsvorsitzende und Notfallmediziner Frederik Schlichting. Ein AED ist ein automatisierter externer Defibrillator, öffentlich zugänglich bedeutet, dass er 24 Stunden täglich und sieben Tage in der Woche erreichbar ist.

Einer dieser beiden Defibrillatoren ist an der Fassade der Marienplatz-Galerie zum Marienplatz hin angebracht, der andere im Ellerried vor dem Labor MVZ. Rund 50 weitere öffentlich zugängliche Geräte sollen in diesem Jahr folgen, so das ambitionierte Ziel des Vereins.
Vier Wärmeboxen, in denen die AEDs bei jeder Witterung im Freien funktionsfähig bleiben, konnten gleich am 1. Blaulichttag übergeben werden – zur Verfügung gestellt von der Sparkasse. Zuvor hatten die Retter mit Unterstützung von Besuchern der Marienplatz-Galerie bewiesen, dass sie einen 45-minütigen Reanimationsmarathon absichern können. Wie die Wiederbelebung funktioniert, erfuhren an diesem Tag alle Besucher; Schüler und Mitglieder von Jugendwehren nahmen an dem Training genauso teil wie die Gäste aus Kommunal- und Landespolitik.


Froh war Frederik Schlichting darüber, dass es so kurzfristig gelungen war, die komplette Blaulichtfamilie zu versammeln. Damit war das Angebot für interessierte Besucher groß: Das DRK zeigte zum Beispiel, wie Drohnen vermisste Personen aufspüren – dazu kreiste das kleine Fluggerät in einem Zelt über einem Spielteppich, auf dem es Lego-Figuren zu orten gab. Von diesem Angebot waren besonders Kinder begeistert, genauso wie von Fine: Die Rettungshündin in Ausbildung war mit Hundeführerin Stefanie Marten von der DRK-Rettungshundestaffel im Center. Krankenkassen, die Polizei, der ASB, THW, Feuerwehr und weitere Partner präsentierten sich.

